An die 5000 Berliner staunten nicht schlecht, als sie Flugblätter mit dem Programm der Kaisertreuen Jugend in die Hand gedrückt bekamen und an der Baustelle des Berliner Stadtschlosses mehrere Transparente mit der Aufschrift "Georg Friedrich ins Stadtschloss!" auftauchten: Die Sommeraktionswoche der KJ vom 30. 07. bis 02. 08. 2006 stieß auf größtenteils positive Resonanz bei der Bevölkerung. Obwohl weitaus weniger Mitglieder als erwartet gekommen waren konnten die Teilnehmer an die 5000 Flugblätter verteilen und standen interessierten Mitbürgern gerne Rede und Antwort. Darüber hinaus wurde über die Struktur der KJ diskutiert und Pläne für weitere Aktionen geschmiedet. Die Aktion konzentrierte sich vor allem auf die Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt, so waren das Brandenburger Tor, Dom, Reichstag und auch der neue Hauptbahnhof bevorzugte Orte für die Flugzettelaktion. Aber auch in S- und U-Bahnen konnten die Teilnehmer einen großen Teil der Flugblätter verteilen. Des Weiteren wurden, wie schon bei der Aktion im Juni, viele Flugblätter an Scheibenwischer parkender Autos geheftet. Leider konnte die geplante Kunstaktion vor dem Berliner Dom aufgrund von logistischen Problemen nicht stattfinden, dennoch kann man die Aktion allein aufgrund der hohen Zahl der verteilten Flugblätter als Erfolg werten.
Und natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz, die Teilnehmer lernten sich näher kennen und es darf auch in Zukunft mit einer fruchtbaren Zusammenarbeit für das gemeinsame Ziel gerechnet werden.
Nach der erfolgreichen Gründung der Berliner KJ war es nun an der Zeit für Taten und Aktivität. Am Sonnatg den 11.06, 9.00 Uhr versammelten sich die Mitglieder der KJ-Berlin um ihre Mitbürger auf die Alternative "Monarchie" hinzuweisen und ihre Meinung dazu kundzutun.
Hauptsächlich sind wir dabei auf positive Reaktionen gestoßen, die meisten Passanten zeigten sich interessiert, einige wollten gar noch Flugblätter für Verwandte und Freunde mitnehmen. Auch eigneten sich die Flugblätter hervorragend dazu, sie an Scheibenwischer der parkenden Autos zu heften.
Im Anschluss daran entschlossen sich einige Mitglieder noch den Gottesdienst im Berliner Dom zu besuchen, während die Anderen noch die restlichen Flugblätter verteilten. Zum Schluss blieb kein Flugblatt übrig und wir nahmen einen sehr positiven Eindruck mit nach Hause.
Alles in Allem, eine gelungen Aktion.
Einen Tag vor der Bundestagswahl haben kaisertreue Aktivisten aus der TuL-Berlin, auf der Südseite des Leipzigerplatzes, nahe dem Potsdamer Platz, einen Infostand gemacht. Der Stand wurde eher als Experiment aufgefasst, da es in Berlin der erste Versuch war, einen Werbeaktion in einem Bereich durch zuführen, in der unsere Zielgruppe eher dünn vertreten ist. Aktionen "Unter den Linden", am Krongut Bornstedt oder vor dem Schloss Charlottenburg zeigten oft großen Erfolg und führten zu neuen Kontakten und medialen Interesse für unsere Sache.
Ein weiterer interessanter Faktor bei dieser Aktion war die politische Gespannt- und Polarisiertheit durch die unmittelbare Nähe zur Bundestagswahl, so riefen uns viele Briefwähler schon von weiten zu, als sie merkten, dass wir ihnen ein Flugblatt reichen wollten: "Nee Danke, ick hab schon jewält!" Andere fragten: "Von watt für'na Partei sind'n Sie?"
Bei vielen sorgten wir für Belustigung mit unsern Forderungen, anders als bei unsern anderen Aktionen kam aber kein ungläubiges: "Ist das ernst gemeint?" - die Leute begriffen schneller dass es uns ernst war, wohl weil vor der Bundestagswahl keiner etwas unernstes verbreiten würde. Wir erhielten aber auch Zustimmung: "Das ist gar nicht so eine schlechte Idee", sagte einer. Die Einführung von Schwarz-Weiß-Roten Bändern, die als Schärpen getragen wurden, sorgte für einige Verwechslungen mit Studentenverbindungen, so dass einer ein Flugblatt mit der Begründung: "Ich hab schon studiert!", ablehnte.
Mediale Aufmerksamkeit erreichten wir freilich nicht, dies war allen Beteiligten aber, auf Grund der Nähe zur Bundestagswahl, schon vorher klar. Ziel war vielmehr das Sammeln von Erfahrungen in einem Gebiet, weit ab der Zielgruppe mit einer politisch hoch interessierten Stimmung.
Ostpreußenfahrt im Sommer 2005
Im Sommer dieses Jahres, noch bevor die Idee der "Kaisertreuen Jugend" ausgereift war, fanden sich einige junge Monarchisten für eine Ostpreußenfahrt, in Kooperation mit der Kreißgemeinde Schlossberg zusammen.
Es war für uns alle eine besondere Erfahrung die weite Ostpreußens zu sehen und auch zu spüren. In 8 Tagen durchquerten wir den ostpreußischen Kreis Schlossberg, die Rominter Heide, Trakehnen und Königsberg. Begleitet wurden wir dabei stets von einer Gruppe russischer Jugendlicher, was uns die Möglichkeit gab, die russische Kultur näher kennen zu lernen.